REWE: UNS FEHLT ALS STATIONÄR GEPRÄGTER HÄNDLER DIE DNA FÜR DAS E-COMMERCE-GESCHÄFT

“Der Handelskonzern Rewe will sein Online-Geschäft ausbauen. Das Unternehmen habe die Entwicklung zu lange unterschätzt, sagte Rewe-Chef Alain Caparros der Wirtschaftswoche. „Vielleicht auch, weil uns als stationär geprägten Händlern die DNA für das E-Commerce-Geschäft fehlt.“ Dies solle sich nun ändern.” => hier zum Artikel im Handelsblatt

Warum nur haben viele große deutsche Händler so massive Probleme mit ihren digitalen Kanälen? Karstadt hat gerade seinen E.Commerce-Leiter ausgetauscht, MediaMarkt und Saturn haben nach mehr als 10 Jahren immer noch kein zündendes Konzept, Quelle und Neckermann gibt es schon nicht mehr (obwohl diese beiden sich sehr früh im E-Commerce engagiert haben).

Drei mögliche Antworten aus eigenen Erfahrungen in unseren Projekten:

  • Der Wille zur Veränderung muss von ganz oben kommen, konstant, konsistent, beständig
  • Ab einem gewissen Punkt führen zusätzliche Berechnungsrunden im Business Case dazu, Entscheidungen zu vertagen (wie Karl Hahn, ehemaliger Vorstand bei VW, sagte: “Wenn ich etwas nicht will, lasse ich es rechnen“)
  • Die Devise des “schrittweisen Vorgehens”, mit dem man “alle mitnimmt” hat 1995 vieleicht noch funktioniert. Heute nicht mehr.